Gib mir mehrmehrmehr!

Es ist wie dieser Moment, wenn ich vom Einkaufen komme und den kompletten Einkauf mit zwei Händen in meiner Wohnung von A nach Z transportieren will. Das klappt – irgendwie. Mehr schlecht als recht aber immerhin: Ich musste den Weg nur einmal gehen. Diese Ein-Weg-Mentalität in punkto Dinge aufladen scheint in der heutigen Gesellschaft zu einer Art Statussymbol geworden zu sein.

 

Hauptsache ich habe genug zu tun.

Hauptsache ich leiste genug.

Hauptsache ich bin genug.

 

Dieser Dreiklang ist schnell gesagt und beim Sagen erscheint er oft auch sinnhaftig. Doch ist er das überhaupt. Ist das Prinzip Leistung = Wert auf so ein komplexes Wesen wie den Menschen einfach so zu übertragen? Sind die einfachen Antworten auf komplexe Lebensfragen nicht meistens auf die falschen?

 

Zugegeben, Arbeit ist oft gleich Leistung und Leistung ist oft ein Maß, um den Wert einer Sache zu bestimmen. Ich stecke viel Zeit und Energie (und Blut und Schweiß und Tränen) in eine Sache – schwupps! – ist sie viel Wert. Ob diese Denke jetzt am Kapitalismus liegt oder einem anderen Umstand geschuldet ist, vermag ich mit diesem Blogbeitrag bei aller Liebe nicht zu sagen. Fest steht aber: Nicht nur mir geht es so.

 

Wer viel leistet, fühlt sich gut. Wer nicht viel leistet, fühlt sich schlecht. Oder? "Guck mal, was ich kanne!" ruft der Sohn meines Freundes nur allzu oft (Ja, "kanne". Wie Teekanne.). Schau mal, was ich leiste! Schau, was ich zur Schau stellen kann und bewundere mich dafür! Dabei ist die Leistung und das Genügen dieser immer an Andere geknüpft. Denn: Was "viel" oder "wenig" oder "genug" ist, das bemisst sich immer an dem, was auch andere leisten. Ist in meinem Umfeld hohe Leistung angesagt, kann ich nicht mit Durchschnittswerten daherkommen. Leistet mein Umfeld eher semi-viel, dann reichen mir auch Durchschnittswerte für die eigene Bestätigung.

 

Das ist jetzt alles so meta. Aber mir begegnet der Leistungsbegriff und das "genug leisten" im Alltag nur allzu oft. Ob am Wochenende, wenn der gemütliche Sonntag plötzlich von hinterfragenden Gedanken gestört wird. Oder am frühen Morgen, wenn die sprühende Energie nicht in fröhliche Bewegung sondern in Abmessen und Einordnen der eigenen Leistung mündet. Immer geht es um "genug leisten". Nur bei mir? I doubt it! 

 

Der Mensch ordnet ein, der Mensch vergleicht, der Mensch denkt in Kategorien – wie "viel", "wenig" oder "genug". Alles ständig zu hinterfragen, weil es nicht kategorisiert werden kann, wäre viel zu anstrengend für unser Gehirn. Aber manchmal lohnt sich diese Anstrengung. Denn: Was ist überhaupt genug? Wann ist (es) genug? Und reicht "genug" oder muss nach "genug" "genügender" kommen? Jede Steigerung hat einen Superlativ – oder? 

 

Ich habe für mich in vielen Bereichen noch nicht die Antwort auf die Frage "Was ist genug?" gefunden. Oft bin ich mir selbst nicht genug (oder zu viel oder zu wenig). Das "genug sein" bezieht sich in 99 % der Fälle auf mich und nicht auf Dinge oder Personen in meinem Umfeld. Die sind weit mehr als genug. Doch sehen sie das auch so? Haben sie die Antwort auf die G-Frage gefunden?

Ich werde es in den wenigsten Fällen erfahren. Und wenn: Jede Antwort wird eine andere sein, obwohl wir uns die gleiche G-Frage stellen. Warum also immer nur g-fragen, wenn man sich auch einfach mal g-fallen und g-nug sein könnte? "Es könnte so einfach sein. Isses aber nicht." Nun g-ut. Ich (be)lasse es dabei. Denn: Dieser Text ist gut so. Er ist genug so, wie er ist.Er genügt mir. Und ich begnüge mich mit ihm. Und das ist gut so!

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Kaputtfragen

"Frag dem Mann doch kein Loch in den Bauch!" Kinder kriegen solche oder ähnliche Aussagen oft zu hören. Dabei ist es eine Kunst, die richtigen Fragen zu stellen. Für manche Menschen in unserer Gesellschaft ist es grundsätzlich eine Kunst, Fragen zu stellen. Denn das Gemeine an Fragen ist, dass sie (meistens) auch eine Antwort liefern. Und manchmal möchte man gar keine Antworten. Und manchmal möchte man zu viele. Das generische "man" steht in diesem Fall für mich – wer hätte es gedacht.

 

Ich denke, also bin ich. Ich frage, also zweifle ich. Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die 485.548.948.289,67 Fragen in sich trägt und nur 0,0000089% davon nach außen trägt. Das hat weniger etwas damit zu tun, dass ich mich nicht traue Fragen zu stellen. Das tue ich allemal. Solche Fragen betreffen aber meist Themen, die nicht ICH sind. Themen, wie Arbeit, Freizeit, Kultur, you name it. Denn wenn ich Fragen über mich selbst stellen würde, dann würde ich ja auch darauf eine Antwort erhalten – Oh Graus! Auf die meisten dieser Fragen will ich aber keine Antwort erhalten. Ein Auszug:

  • Warum hat sie sich heute so merkwürdig verhalten? Habe ich etwas Falsches gesagt oder mich in den letzten drei Stunden kränkend verhalten?
  • Wieso kann ich nicht einfach die umfassende Selbstkontrolle ausüben, die ich in meinem Kopf längst habe?
  • Wieso sehe ich bestimmte Muster im Alltag nicht, die andere leicht erkennen können?
  • Wieso (hinter)frage ich mich ständig?

Ja, ganz schön anstrengend, diese Fragen. Und um ehrlich zu sein, sind sie nicht weiter schlimm. Denn: Was wäre die schlimmste Antwort, die auf solche Fragen gegeben werden könnte? Es wäre eine Antwort, die meine eigenen Selbstzweifel nährt. Die dieses Fünkchen Hoffnung in mir erlischt, welches sich daran klammert, dass das eigene Selbst – mein Selbst – gar nicht so grottig ist, wie ich es mir manchmal selber weiß machen will.

 

Manchmal kann ich mich selbst ganz schön kaputtfragen. Fragen fragen, immerzu. Gedanklich, mal leise nagend, mal laut polternd, selten still. Hinterfragen ist eine gute Sache. Hinterfragen bringt weiter, erweitert den Blick. Kaputtfragen ist zerstörerisch, der Name ist Programm. Kaputtfragen sucht auch eigentlich nicht nach Antworten. Es sucht nur nach Bestätigung und somit Entkräftigung. Das Kaputtfragen ist wie Karies. Dagegen hilft Prophylaxe. Prophylaxe abseits der Metaebene bedeutet in meinem Fall: offenes Fragen. Wer Fragen ausspricht, kann sie in seinem Kopf nicht weiterspinnen. Wer Fragen ausspricht, macht aus ihnen das, was sie sind: Fragen. Keine Kaputtfragen. Wenn sich das nächste Mal Kaputtfragen einschleichen, muss ich Mut haben. Mut haben, die Kaputtfragen laut auszusprechen, um ihnen ihre Wirkungsmacht zu nehmen – die ich ihnen im ersten Schritt durch das Schweigen selber zuschreibe. Wer laut fragt, mag manchmal unsanft landen. Wer alle Fragen in sich verschließt, fragt sich irgendwann selbst kaputt.

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Bis ich dich finde

Liebe Frau vor dem Bio-Supermarkt,

 

Wo bist du? Du bist nicht mehr da. Wartest nicht mehr jeden Tag auf die Menschen, die dir beim Vorbeigehen ein paar Cent in den Becher werfen. Ich gehörte nie zu diesen Menschen. Ich bin dennoch jeden Morgen an dir vorbeigelaufen, Musik auf den Ohren. Ich habe dir manchmal ins Gesicht gesehen, manchmal auch nicht. Oft nicht. Du hast gemischte Gefühle in mir ausgelöst.

 

Zum einen war da Scham. Scham, dass ich dir keine Centstücke in deinen Pappbecher werfe und dies auch niemals ändern werde. Ich habe mich geschämt, weil es andere Menschen gegeben hat, die das durchaus gemacht haben. Die dir Geld gegeben, Geld gespendet haben. Ich habe das nicht getan. Hast du dich jemals gefragt, wieso nicht? Nun, ich kann es dir selbst nicht so ganz beantworten. Einerseits aus Unsicherheit. Wer konnte mir garantieren, dass du tatsächlich auf diese Spende angewiesen bist, um über die Runden zu kommen? Andererseits aus Ignoranz. Ich wollte mich womöglich gar nicht mit deinen eventuellen Problemen beschäftigen. Ich habe ja selbst genug, habe ich mir eingeredet. Außerdem war da noch meine Skepsis. Ich habe dich mit anderen Pappbecher-Haltern gesehen, die auch auf der Suche nach ein paar Cent-Stücken sind. Die auch um Geld betteln. "Ist das schon die Mafia?" habe ich mich oft gefragt. Naiv? Kann sein. Desinteressiert? Eventuell.

 

Du hast aber auch eine kritische Stimme in mir geweckt. Eine die sich fragt, wieso es sein kann, dass Menschen in Deutschland auf der Straße um Geld betteln müssen. Und die als Antwort bekam, dass niemand dies muss, sondern sich freiwillig dazu entscheiden. Oder die sich anhören musste, dass sowieso alle Bettler unter einer Decke stecken. Andere wiederum sagten dieser Stimme, dass sie selbst einen Teil dazu beiträgt, weil sie sich nicht für andere einsetzt, kein Ehrenamt ausübt, nicht spendet. Mit dieser kritischen Stimme bin ich noch heute in Kontakt.

 

Und irgendwie, ich weiß nicht wieso, hast du auch einen leichten Reiz des Genervt-Seins in mir ausgelöst. Immer, wenn ich an dir vorbeigelaufen bin, hast du mir einen Becher ins Gesicht gestreckt. Hast zwar gelächelt, doch dieses Lächeln kam nicht von Herzen. "Natürlich nicht!" rufen einige. Trotzdem war ich genervt. Weil es jeden Morgen das gleiche Spiel war. Jeden Morgen musste ich dich ignorieren, weil ich dir natürlich nicht das sagen konnte, was ich hier schreibe. Sonst wäre ich zu spät auf die Arbeit gekommen, um das Geld zu verdienen, was ich dir nicht geben kann. Ich musste dich ignorieren, weil ich nicht anders konnte. Vielleicht war ich nicht mutig genug. Vielleicht fühlte ich mich zu erhaben. Vielleicht ist es all das genannte und noch mehr. Vielleicht ist es nichts davon.

 

Fest steht: Du hast ziemlich viel in mir ausgelöst und jetzt bist du weg. Du stehst nicht mehr vor dem Biomarkt. Niemand wirft mehr Geld in deinen Becher. Ich weiß nicht, ob etwas mit dir geschehen ist. Oder ob ich mir Sorgen machen muss. Sorgen um eine wildfremde Frau. Aber wenn ich dich das nächste Mal vor dem Laden stehen sehe, werde ich dir meine Gedanken erzählen. Und ein paar Cent in deinen Becher werfen.

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Als wie, wie als, als ob?!

Vergleich, der (Substantiv, maskulin) – sprachlicher Ausdruck, bei dem etwas mit etwas aus einem anderen (gegenständlichen) Bereich im Hinblick auf ein beiden Gemeinsames in Beziehung gesetzt und dadurch eindringlich veranschaulicht wird (z. B. Haare schwarz wie Ebenholz) (Quelle: Duden.de)

 

Sprache kann nerven. Dinge, die wir durch Sprache ausdrücken, können sich im Tatsächlichen manifestieren, ohne dass sie in der Realität existieren. Ich denke also bin ich. Ich vergleiche also bin ich? Denn die netten Sätze, die wir mit "wie" oder auch "als" formen (An dieser Stelle würde ich gerne meine Mama grüßen, die "wie" und "als" permanent vertauscht oder gleich doppelt verwendet und mir aufs Dach steigt, wenn ich sie korrigere. Daher korrigiere ich sie immer), können uns ganz schön in die Irre führen. Und mit "uns" meine ich mich.

 

Sehen wir die Welt mal durch eine rosarote Glitzer-Brille: Jeder Mensch ist einzigartig, hat einzigartige Talente, einzigartige Fähigkeiten oder ist einzigartig, weil er eben keine Einzigartigkeit besitzt. So viel zur Theorie. In der Praxis wird diese universelle Einzigartigkeit und die dementsprechende Individualität der vielen Menschen auf dieser Weltkugel oftmals durch Vergleiche zunichte gemacht. Oder kommt es nur mir so vor? In meinen 25 Lebensjahren habe ich zwei Dinge gelernt. Erstens: Vergleiche sind in der Gedichtsanalyse fast immer eine der richtige Antworten. Zweitens: Vergleiche sind in der Realität oft wie gemeine Schulkinder, die dir beim Vorbeigehen in die Seite boxen. Mit ihrem Ellenbogen. Autsch.

 

Vergleiche tun weh. Wenn ich nach links und rechts schaue, sehe ich oft keine Einzigartigkeit, sondern Superlative. Ich erheben Vergleiche nicht als Stilmittel, sondern um mich (unterbewusst) selbst zu geißeln. Hans ist erfolgreicher, Holger ist schlauer, Hanna ist schöner, Hildegard ist bedeutender als ich. Man ersetze die H-Namen durch beliebige Personen aus dem eigenen Umfeld. Dabei ist mein Vergleich aka Downvoting meiner Person vollkommen subjektiv und nicht mit tatsächlichen Belegen verknüpft. Hans hat mir nicht seinen Lebenslauf unter die Nase gehalten, Holger hat vor mir keinen IQ-Test abgelegt, Schönheit liegt sowieso im Auge des Betrachters und Hildegard heißt noch nicht mal jemand, den ich kenne!

 

Aber: Ich vergleiche mich oft. Tue ich es gern? Vielleicht schon, immerhin tue ich es oft. Mein Unterbewusstsein steht anscheinend darauf, sich mit anderen Individuen zu messen – und dabei den Kürzeren zu ziehen. Dabei sage ich ihm immer: "Du bist erfolgreich. Du bist schlau. Du bist schön. Du bist Hildegard. Lass dich nicht beeinflussen." Doch der Fluss fließt. Und ich kann ihn nur stoppen, in dem ich mich ins fließende Wasser stelle und einen Damm baue. Einen Damm aus Selbstbewusststein, realen Ansprüchen, unterschiedlichen Meinungen und die Wertschätzung dieser. Einen Damm, der für Einzigartigkeit steht. Denn Vergleiche, die nur Negatives in den Menschen auslösen, würden bei einer Gedichtsanalyse nicht gut weg kommen.

 

Vergleiche sollten uns aufzeigen, dass Dinge anders sind, anders sein können, aber deben vollkommen wertfrei. Jemand scheint begabter als ich? So what! Meine Talente sind nicht weniger wert, nur weil ein anderer 340 Orangen aufeinander stapeln kann. Jemand wirkt schlauer als ich? Ich habe es geschafft, im Job als Technik-Genie zu gelten, obwohl ich alle Computer "PC" nenne. Das muss mir erstmal einer nachmachen! Ich finde jemanden schön? Das bedeutet nicht im gleichen Atemzug, dass meine Schönheit nicht existiert. Alles kann schön sein. Selbst Plastiktüten im Wind. Und ein bisschen Hildegard steckt auch in jedem von uns.

 

Also: Weniger vergleichen, mehr wertschätzen. Weniger "wie", mehr Einzigartigkeit. Weniger "als", mehr Selbstbewusstsein. Nur meine Mama, die darf noch vergleichen. Sie muss immerhin noch lernen, wann sie "wie" und wann sie "als" benutzen muss (Kleiner Tipp, Mama: Es gibt da so eine allwissende Quelle namens Internet. Hab ich gehört).

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Plan Me, Baby!

Ich muss mich outen: Ich bin kein wildes Hippie-Gewächs, das von heute auf morgen in den Bully steigt und zu einer Wanderung durch Peru aufbricht. Ich bin kein fetziger Großstadtjunkie, der sich von einem Freelance-Job zum nächsten hangelt, weil das ein "edgy" und "fancy" Leben ist. Ich bin auch niemand, der bis kurz vor knapp bei Einladungen weder zu- noch absagt, um sich so alle Türen offen zu halten. Und jetzt kommt's, mein Outing in einem Satz: Ich liebe Pläne. Ich genieße es, die Dinge im vorhinein zu planen und mich dann auch an meinen Plänen zu orientieren. Doch wieso bedarf es hier ein Outing? Nun ja, weil ich mir diese Tatsache lange Zeit nicht eingestehen wollte und sie gar als charakterliches Manko angesehen habe.

 

Lange bin ich davon ausgegangen, nur Spontaneität sei cool. Die Menschen, die sich nicht festlegen, sind diejenigen, die frei fliegen. Wie kleine Rotkehlchen fröhlich jauchzend durchs Leben flattern. Und das kann auch gut sein: Wer ungern plant und trotzdem klar kommt, mal hier und mal da am Start ist, der sollte das auch genau so weitermachen. Das bewundere ich natürlich auf eine Art und Weise. "Mach dich mal ein bisschen locker" hat zum Glück noch niemand zu mir gesagt, aber dennoch komme bzw. kam ich mir etwas unlocker vor. Doch gerade die Tatsache, dass Struktur für mich eher Freund als Feind ist und ich eine gewisse Routine zu schätzen weiß, hilft mir weiter. Nicht nur in meinem Alltag, den ich dank meiner Organisationsskills (meist) geschickt vorausplanen und meistern kann. Sondern auch im Job, denn Dinge zu planen und zu koordinieren ist in vielen Bereichen eine gefragte Tätigkeit. Und zwar nicht 24/7, sondern eher so nebenbei. Es wird quasi vorausgesetzt, die Zügel in der Hand zu haben und sie auch dort halten zu können. Auch hier gilt: nicht in jeder Branche oder in jedem Job. Aber wenn ich so auf meinen beruflichen Weg zurückblicke, würde ich Organisationstalent als eine Qualität meinerseits ansehen, die ich vorher nie wirklich als solche ausgemacht habe.

 

Eines muss ich an dieser Stelle aber festhalten: Ich bin kein verkopfter Excel-Listen-Für-Alles-Führer, sondern kann auch durchaus spontan sein – nur eben in einem vorgegebenen Rahmen. Okay, das klingt lahm. Und ich gebe zu: Ich muss ab und an tatsächlich lernen, mal locker zu sein und loszulassen. Mal mit dem Flow zu schwimmen. Denn – logisch – man kann nicht alles planen. Ich kann nicht alles planen. Sollte ich das anstreben, wäre ich schnell ziemlich unglücklich. Wäre das jetzt ein drittklassiger Backblog, würde das Rezept für mein Glück wohl lauten: Eine ordentliche Portion Planung, gemischt mit einer Tasse unerwarteter Ereignisse, die sich Leben nennen, vollendet mit einem Esslöffel Spontaneität. Auf 39857 Grad im Ofen backen und hoffen, das etwas Gutes dabei rauskommt!

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